Petra Deppe
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Petra Deppe TCM Akupunktur . Osteopathie . Physiotherapie
Therapiebeispiele Beispielfälle
Es ist immer wieder schön, wenn uns Therapeuten etwas gelingt, was zuvor recht aussichtslos aussah. Was ich aber an dieser Stelle besonders erwähnen möchte, ist, dass unsere Arbeit entschieden davon abhängt, wie die Besitzer unsere Arbeit unterstützen. Nur durch die kooperative Mitarbeit der Pferdebesitzer kann sich auch ein optimales Ergebnis einstellen.
In diesem Fall hat Melanie alles erdenklich Mögliche getan, um Indi wieder fit zu machen und hat damit bewiesen, dass sich die Mühe gelohnt hat. Ich danke ihr für die Bilder und den Bericht und wünsche ihr noch lange viel Spaß mit Ihrem tollen Pony.
Übrigens, sollten sie nun Lust bekommen haben, aus Ihrem Pferd einmal ein Showpferd zu machen, kann ich die im Bericht erwähnte Ausbilderin Rabea Schmale wärmstens empfehlen.
www.showreiter.de
Indiana . Vor der ersten Behandlung Indiana . Nach der Behandlung
Vor der ersten Behandlung Nach der Behandlung
Beispiel 1 . Pinto-Pony Indiana
Hallo, ich heiße Melanie Runge und wohne in Hagen.
Ich habe nachfolgend mal aufgeschrieben was mein kleines Pferdchen schon so alles hatte.
(...) und los geht´s.
geb. 28.04.01: Pinto-Pony
Seit 17.01.04: in meinem Besitz
Ca. Juni 2004: Anfang mit Boden- und Longenarbeit
Ca. September 2004: Erstes Auftreten von Problematiken (Sattel rutschte nach rechts bei den ersten Reitversuchen)
» Sattlerin kontaktiert: Vermutung, dass Sattel schief gepolstert war
» Nächster Schritt: Neupolsterung des Sattels, jedoch keine Verbesserung
Oktober 2004: Besuch von Tierärztin, welche mich an einen Osteopathen weitergeleitet hat
15.10.04: Erste osteopathische Behandlung mit folgenden Ergebnissen: Carpalgelenk vorne links, BWS und LWS aufwölben nicht möglich, 1. LW links, 4. LW links, 7. HW links
» Zusätzliche Empfehlung: Zähne raspeln
» Danach zunächst Besserung
» Reiten wurde jedoch wieder zunehmend schlechter, kein Rechtsgalopp möglich
» Reiten wieder pausiert
26.04.05: Gynäkologische Untersuchung von Tierärztin ohne Befund
05.05.05: 2. osteopathische Behandlung mit folgenden Ergebnis: 1. LW links (Erklärung durch Osteopathen: Muskulatur schon zu fest, deshalb blockieren die Wirbel immer)
» kaum Besserung
12.06.05: 3. osteopathische Behandlung mit folgendem Ergebnis: 1. LW links (Empfehlung: Röntgen)
26.09.05: Vorstellung beim Tierarzt in Klinik
» Geröntgt wurden: Knie hinten links, Sprunggelenk hinten links und Fesselkopf hinten links
» Alles oB
» Sedationsspritzen: 3x hinten links Sprunggelenk
» alles oB
» Pferd tickt hinten links, nicht reitbar, unerklärlich
13.10.05: nächster Untersuchungstermin in Klinik
» Eigentliche Planung: Weitere Sedationsspritzen ins Gelenk
» Abbruch, da Pferd Behandlung nicht zuließ
21.10.05: Hausbesuch Klinikarzt: Pferd wiederum nicht kooperativ
» Nur gestiegen, hat sich in der Stallgasse hinfallen lassen, nur widerwillig mit leichter Sedierung 1x Spritzensetzung ins Gelenk möglich
» oB
01.11.-04.11.05: Aufenthalt in Heiligenhaus Tierklinik zwecks Szintigraphie: oB
Dezember 2005 und Februar: „Showreitkurse” bei Rabea Schmale mit Anfängen der Longen- und Bodenarbeit
20.02.06: 4. osteopathische Behandlung: oB
Ab hier übernahm Frau Deppe die Behandlung
03.03.06: Nachbehandlung und Beratung durch Haustierärztin mit Empfehlung und Verweis zu Frau Deppe
27.03.06:: Erster Besuch von Frau Deppe
» Diagnose: hochgradiger Beckenschiefstand nach rechts verdacht auf Scharmbeinblockade, extrem schmerzhafte Hüft- und Kniegelenke. Feste und schmerzhafte Darmbein- und Rückenmuskulatur.
» Behandlung: Mobilisation der Beckengliedmaße und Akupunktur zum Beheben der energetischen Blockaden im Muskel- und Bindegewebsbereich.
13.04.06: 2. Besuch von Frau Deppe
» Diagnose: erhebliche Verbesserung der Beweglichkeit, relativ stabile Beckengliedmaße.
» Behandlung: osteopathische Behandlung der Vordergliedmaße (Blockaden, die durch eine andere Gewichtsverteilung entstanden sind ), anschließend Akupunktur für die Muskulatur und den gesamten Organismus.
» Anweisung an Besitzerin: Viel Bodenarbeit, gymnastizierende Übungen an der Hand.
» Auf die Frage, ob Indi weiterhin am Showreituntericht teilnehmen darf, war Ihre Antwort: »Es ist eine tolle Sache und sehr hilfreich im Bezug auf den weiteren Rehaverlauf. Die Übungen „Das Kompliment” helfen dem Pferd, die Beweglichkeit enorm zu verbessern. Eine Art Physiotherapie.«
Im April 2006 Weiteren Showreitkurs bei Frau Schmale
Im Mai 2005: Einwöchiger Aufenthalt in der Showreitschule Rabea Schmale mit Erlernen kleinerer Showtricks sowie gezieltem Longentraining
» Hierbei ließ sich eine Verbesserung des Gangbildes feststellen
22.05.06: 3. Behandlung durch Frau Deppe: Wiederum Akupunktur und osteopathische Behandlung
» Erlaubnis zum Reiten
» Anweisung, das Pferd gerade und vorwärts zu reiten, Galopp-/Trabübergänge auf beiden Händen zur Verbesserung der Durchlässigkeit und der Durchblutung der Beckenstrukturen. Freilauf und Bodenarbeit.
Es folgten noch einige Behandlungen bis Indi wieder fast normal lief. Von der ersten Behandlung an konnte ich stetig eine Verbesserung feststellen.
Auch heute, gut 1,5 Jahre später, braucht Indi schon mal bei kälteren Temperaturen ein paar Runden mehr, bis sie ganz stabil läuft.
Fakt ist aber, das sie seitdem voll belastbar ist.
Ich lasse Frau Deppe regelmäßig draufschauen, um halt kleine Veränderungen sofort zu beheben. Ich möchte eben alles tun, damit das auch so bleibt.
04.08.-04.09.06: Aufenthalt in Showreitschule Rabea Schmale zur weiteren Ausbildung des Pferdes mit abschließenden ersten Auftritt.
Ein hoffnungsloser Fall? Beispiel 2 . Traberstute Stepping Julia (Jule)
Röntgenbilder
Bein . Gelenk
Trab . Schritt
Am 9. Mai 2004 habe ich meine töltende Traberstute Stepping Julia (Jule) gekauft. Da ich noch keinen passenden Sattel für sie hatte, longierte ich sie am folgenden Tag. In der letzten Runde stürzte sie im ruhigen Trab und stand auf drei Beinen auf. Ich rief sofort den Tierarzt. Seine Diagnose nach dem Röntgenbild war ein angebrochenes rechtes Fesselgelenk. Dies bedeutete, dass mein eben erst gekauftes Pferd ca. 6 Wochen Boxenruhe bekam.
Jule war in ihrer Box sehr nervös und bewegte sich unkontrolliert. Ebenfalls stellte ich fest, dass sie sehr empfindlich im Rücken war. Petra Deppe kam sofort zu uns und akupunktierte Jule. Sie wurde merklich ruhiger und unempfindlicher im Rückenbereich. Petra rat mir, den Anbruch mit dem Magnetfeld zu behandeln, da dies die Heilung positiv beeinflusst. Jule wurde 2x pro Tag von mir damit behandelt.
Die nächsten 4 Wochen blieb Jule ruhig in ihrer Box. Dann stand der nächste Röntgentermin an. 2 Tage vorher hat Jule sich in ihrer Box auf der Stelle gedreht und das verletzte Bein dabei stehen gelassen. Es war ein lautes Knacken zu hören und sie stand wieder auf 3 Beinen. Die Diagnose des Röntgenbildes war, dass der Bruch wieder frisch war. Weitere 4 Wochen Boxenruhe standen an.
Ich war während der gesamten Zeit mehrmals täglich (vor der Arbeit und nach der Arbeit) am Stall. Die nächste Röntgendiagnose war noch niederschmetternder: Der Anbruch heilte zwar, aber durch die Drehung in der Box war ein Chip im Gelenk. Wir sollten zur Kontrolle in die Tierklinik. Die Diagnose (28. Juni 2004) lautete:
Chip im Fesselgelenk, Fesselbeinanbruch, Arthritis/ Periathritis Fesselgelenk und Tendinitis Fesselträgerschenkel.
Der leitende Tierarzt machte mir wenig Hoffnung und glaubte nicht daran, dass Jule jemals wieder geritten werden kann. Folgende Therapie ordnete er an:
Percutin-Paste, Kühlen, Muschelextrakt, Magnetfeld, Gymnastik, Spazieren gehen, Schmerzmittel, Gelenkpunktion, tägl. Temperatur messen, Fesselkopfumfang messen, Druckempfindlichkeit prüfen, Funktion im Stand und Bewegung.
Ich sollte hierüber ein Tagebuch führen. Ich teilte ihm mit, dass ich Jule auf die Weide stellen wollte. Zuerst war der Tierarzt dagegen. Ich machte ihm klar, dass er mir dies nicht ausreden kann. Zu Hause besprach ich alles mit meinem Tierarzt und Petra. Jule kam ohne Schmerzmittel auf die Weide, da sie sich nur so viel bewegen sollte, wie es ihr Gesundheitszustand zuließ.
Die erste Woche nach der Klinik gingen wir bis zu 1 Stunde spazieren und grasen. Da Jule nur stieg wurde sie von Petra akupunktiert und man konnte wieder mit ihr laufen. Nach einer Woche kam sie neben ihre Stutengruppe auf ein abgetrenntes Weidestück. Sie war noch lahm, buckelte aber und wälzte sich, was ein gutes Zeichen war.
Am 23. September 2004 folgte der Kontrollbesuch in der Klinik. Petra begleitete mich dorthin. Vor der Beugeprobe war sie im Trab minimal lahm, nach der Beugeprobe konnte sie kaum noch laufen. Das Röntgenbild unterstrich die Diagnose des Tierarztes (der gleiche wie beim ersten Besuch): Jule hat keine Chance mehr, sie sollte eingeschläfert werden. Mit der Diagnose wollte ich mich nicht abfinden. Ich beschloss mit Petras Hilfe Jule und mir eine Chance bis Dezember 2004 zu geben. Bis dahin musste sie lahmfrei sein und wir wollten mit leichter Arbeit beginnen.
Ich sprach mit meinem Tierarzt und Schmied. Unser Tierarzt glaubte nicht an den Erfolg, aber unterstütze mich und wollte in regelmäßigen Abständen nach ihr gucken. Unser Hufschmied sah sich die Röntgenbilder an und beschlug Jule vorne dementsprechend. Alle 4 Wochen mussten die Eisen erneuert werden. Im Stall wurde ich als Tierquälerin abgestempelt, auch von Leuten, die sich vorher Freunde nannten. Andere sahen meiner Entscheidung skeptisch entgegen. Diese Situation war für mich schlimmer, als alles andere, was bis dahin passiert ist.
Petra hat mich immer wieder aufgebaut und mir Mut gemacht. Sie kümmerte sich die ganze Zeit um Jule (Akupunktur und Physio) und mich (aufbauende Worte und Anleitung für Jules Gymnastik).
Bis Oktober 2004 war Jule nur auf der Wiese. Die Führung des „Tagebuches” habe ich beendet, da die permanente Angst davor, dass sich irgendetwas verändert hat, mich nervlich fertig gemacht hat. Jules Lahmheit wurde immer weniger. Im Oktober 2004 begannen wir mit leichter Arbeit an der Hand. Erst nur Schritt, dann auch Trab. Jules Gesundheitszustand verbesserte sich permanent.
Im Dezember 2004 saß ich das erste Mal auf Jule. Zuerst waren es nur 4 bis 5 Schritte. Wir haben dies permanent gesteigert. Im März 2005 saß ich 1,5 Std. im Schritt auf ihr, auch regelmäßige Ausritte gehörten dazu. Wir fingen mit dem Traben an, auch hier erst nur ein paar Tritte und dann immer mehr. Jule und ich wurden weiterhin von Petra mit Akupunktur und Physiotherapie unterstützt. Im August 2005 fingen wir mit regelmäßigen Dressurstunden an.
Mittlerweile (August 2007) ist Jule ein ganz normales Reitpferd. Wir haben weiterhin regelmäßigen Unterricht und gehen ins Gelände (Schritt, Trab und Galopp). Der Chip in ihrem Gelenk, der eigentlich Jules Todesurteil sein sollte, hat sich an einer Stelle festgesetzt, an der er sie in keinster Weise stört. Die aussichtslose Diagnose, die wir vor über drei Jahren erhalten haben, hat mir gezeigt, dass man alles mit viel Geduld (ich war vorher überhaupt nicht geduldig), Glauben und Willen schaffen kann. Die Zeit war verdammt hart, ich würde es immer wieder so machen.
Es hat sich gelohnt.
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